Bericht:
Fast 4.000 Todesfälle in Nordkorea durch Sanktionen
verursacht Die Sanktionen wirken sich auf den Handel, die Landwirtschaft und die Gesundheitsversorgung aus. Dave DeCamp
Korea Peace Now, eine internationale Gruppe, die sich die Beendigung des Koreakrieges zum Ziel gesetzt hat, hat einen Bericht über die Auswirkungen der Sanktionen auf Nordkorea veröffentlicht (> LINK). Der Bericht ergab, dass es im Jahr 2018 mindestens 3.968 vermeidbare Todesfälle gab, die auf Sanktionen zurückzuführen waren. 3.193 dieser Todesfälle waren Kinder unter fünf Jahren und 72 der Todesfälle waren schwangere Frauen. Der Bericht sagt, dass die Todesfälle auf "Verzögerungen und Finanzierungslücken bei UN-Programmen zurückzuführen sind, die schwere akute Unterernährung, grundlegende lebenswichtige Medikamente, Vitamin A, WaSH (Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene) und Notfallkits für reproduktive Gesundheit betreffen". Der Bericht weist darauf hin, dass die Sanktionen die Regierung und das Militär Nordkoreas betreffen sollen, in den letzten Jahren aber weiterentwickelt wurden und verheerende Auswirkungen auf die Bevölkerung des Landes haben. Im Jahr 2016 begann der UN-Sicherheitsrat als Reaktion auf einen Atomtest ganze Sektoren der nordkoreanischen Wirtschaft zu sanktionieren. Diese Sanktionen verbieten die meisten Exporte und unterbinden alle externen Einnahmen für das Land. Sanktionen haben sich auch auf die landwirtschaftliche Produktion ausgewirkt, indem sie die Einfuhr von Treibstoff und bestimmten Maschinen verbieten. In den Gesundheitseinrichtungen in Nordkorea fehlen aufgrund von Sanktionen bestimmte medizinische Geräte. Der Bericht enthält eine Liste von "humanitär sensiblen Gütern", die verboten sind. Die Liste umfasst Sterilisatoren, Krankenwagen, Ultraschall- und Kardiographiegeräte, Spritzen, Nadeln, Katheter und Röntgengeräte. Der Bericht befasst sich besonders mit den Auswirkungen dieser Sanktionen auf Frauen in Nordkorea und stellt fest, dass sie überproportional betroffen sind. Der Bericht ruft den UN-Sicherheitsrat und alle UN-Mitgliedstaaten, die Sanktionen gegen Nordkorea verhängen dazu auf, "alle Sanktionen aufzuheben, die gegen das Internationale Recht verstoßen". Der Bericht fordert auch die Regierung Nordkoreas auf, "die Sicherheitskrise, die zur aktuellen Situation geführt hat, im Einklang mit dem Völkerrecht zu lösen". In den letzten Gesprächen mit der Trump-Regierung war die Aufhebung der Sanktionen eine wichtige Forderung und oberste Priorität für Nordkorea. Diese Gespräche scheiterten Anfang Oktober, und Nordkorea setzte den USA das Ende dieses Jahres als Frist für eine Änderung ihres Konzeptes. |
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erschienen am 30. Oktober 2019 auf > Antiwar.com > Artikel | ||||||||||||||
Dave DeCamp ist stellvertretender Redakteur bei Antiwar.com und freiberuflicher Journalist mit Sitz in Brooklyn NY, der sich auf die US-Außenpolitik und Kriege konzentriert. | ||||||||||||||
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